Wir hören uns im Kino!

Berufsvereinigung der Filmtonschaffenden Österreichs

NEWS

Die Nominierungen zur Besten Tongestaltung 2021 lauten (Filmton Austria Mitglieder fett gedruckt):

  • Johannes Schmelzer (OT), Peter Kutin (SD) und Simon Peter (MI) für „The Trouble With Being Born“
  • Claus Benischke Lang (OT), Karim Weth und Nils Kirchhoff (SD) sowie Alexander Koller (MI) für „Was Wir Wollten“
  • Hubert Sauper (OT), Karim Weth (SD) und Alexander Koller (MI) für „Epicentro“
  • Vlad Voinescu, Andreas Hamza (OT), Andreas Hamza (SD) und Thomas Pötz (MI) für „The Royal Train“

Eine Übersicht über alle Filme und Nominierungen finden Sie auf der Webseite der Akademie des Österreichischen Films.

„Ich gratuliere allen Nominierten“, sagte Katharina Albrecht-Stadler (Geschäftsführerin der Akademie des Österreichischen Films) im Anschluss an die Veranstaltung. „Obwohl wir heute nur ein kleiner Kreis waren, hat man Aufbruchsstimmung gespürt. Ich freue mich nach der langen Zeit des kulturellen Darbens auf den Abend der Nominierten und natürlich die Preisverleihung. Ich hoffe, dass wir im Sommer auf dieser positiven Welle weitergleiten können.“

Infolge der Covid Pandemie konnte der Österreichische Filmpreis nicht wie gewohnt Ende Jänner ausgetragen werden. Die Veranstaltung findet daher erstmals zur Sommerzeit statt: Unter der Regie von Arash T. Riahi und Arman T. Riahi wird die Gala am 8. Juli im Globe Wien / Marx Halle über die Bühne gehen.

Petition für eine Geschlechterquote in der österreichischen Bundesfilmförderung – JETZT UNTERZEICHNEN!

AN WELCHE UNTERTSTÜTZER*INNEN RICHTET SICH DIESE PETITION?

Diese Initiative richtet sich an alle, die in und mit der österreichischen Filmbranche arbeiten, und an alle, die für eine institutionelle Implementierung von Gleichstellungsmaßnahmen sind.

WAS IST DER INHALT DER PETITION? 

Der vorliegende Text bezieht sich auf einen Entwurf des Österreichischen Filminstituts für eine Richtlinienänderung, der bereits im Jänner 2020 vorlag und baut diesen auf Grundlage internationaler Best-Practice-Modelle und laufender Diskussionen in der heimischen Filmbranche aus. Trotz Bewusstseinsbildung und laufender Diskussion hat sich in den vergangenen zehn Jahren an der faktischen Schlechterstellung von Frauen* in unserer Berufswelt nicht genügend verändert. Die hier angeführten Maßnahmen sollen nun zügig beschlossen und umgesetzt werden.

WER IST DAS ZIEL DER PETITION?

Dieses Grundsatzpapier soll als Forderung der Unterzeichner*innen, sowie als inhaltlicher Beitrag zur laufenden Diskussion über eine Richtlinienänderung bei der Fördervergabe im österreichischen Filminstitut an alle politischen Entscheidungsträger*innen im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport gehen, sowie an die Direktion des Filminstituts und die Leitungen aller regionalen öffentlichen Filmförderstellen in Österreich.

WAS IST UNSERE FORDERUNG?

Wir wollen eine möglichst rasche Einführung einer Geschlechterquote für die Vergabe von Filmfördermitteln, flankiert von einem Paket von Gleichstellungsmaßnahmen, die zu mehr Diversität führen sollen. Entscheidungsträger*innen in Politik und Institutionen sollen Schritte setzen, um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensumstände von Frauen* in allen Berufssparten unserer Branche zu beschleunigen.

WER SIND WIR?

Eine breite Unterstützer*innenplattform aus allen Bereichen der österreichischen Filmlandschaft trägt diese Petition als Erstunterzeichner*innen. Neben einigen der großen Fachverbände, haben sich eine Vielzahl namhafter Filmschaffender aus den Bereichen Regie, Produktion, Drehbuch, Kamera, Montage, Filmton, Casting, Schauspiel, Szenenbild, Maske, Kostümbild, Komposition, Sounddesign, Soundmischung, Verleih, Festival, Kinobetrieb, Filmvermittlung u.a. angeschlossen.

Für mehr Information und zur Unterzeichnung der Petition: LINK ZUR PETITION

2018 rief FC Gloria eigene Filmpreise ins Leben um, wie auf der FC Gloria Webseite zu lesen ist:

die Arbeit von Frauen* im Filmbereich sichtbar zu machen und ihre Bedeutung zu würdigen. Eine stärkere mediale Präsenz und Wertschätzung der vielfältigen Filmarbeit von Frauen* in der Öffentlichkeit ist unser Ziel. Da bewegte Bilder nicht nur die Realität abbilden, sondern sie auch formen, ist es wichtig, dass Frauen* diese Bilder in gleichem Ausmaß wie Männer* entwickeln und gestalten.

Der LOUISE-FLECK-PREIS
ist einer dieser Preise. Er ist mit insgesamt 6000,- € dotiert und ein Nachwuchspreis. Er wird für das filmische Schaffen einer Frau* unter 40 (geboren nach dem 1.1.1978) vergeben, die in den vergangenen Jahren mind. einen Spiel- oder Dokumentarfilm (über 60 Minuten) realisiert hat. Filmschaffende Frauen aus den Departments Casting, Drehbuch, Kamera, Komposition, Kostüm, Maske, Produktion, Regie, Schnitt, Szenenbild und Ton können den Preis erhalten.
Dieser Preis soll an das Wirken der österreichischen Filmpionierin Louise Fleck erinnern.

Die Jury des Jahres 2020, bestehend aus Caroline Bobek, Lisa Oláh, Anna Prischl, Kathrin Resetarits und Claudia Walkensteiner-Preschl, hat sich entschlossen den diesjährigen Preis an Nora Czamler zu vergeben und begründet ihre Entscheidung so:

Mit NORA CZAMLER geht der Louise Fleck-Preis 2020 an eine Person, die bei jedem Projekt, egal wie groß oder klein, egal welcher Art, egal welcher Form, immensen Einsatz, Hilfsbereitschaft und Leidenschaft zeigt. Durch gewissenhafte Vorarbeit für jedes Projekt passt sie ihre Technik an deren Machart und Inhalte an und verstärkt und untermalt mit ihren Ideen die Inhalte des Films. Sie schätzt Technik wie Kreativität ihrer eigenen Funktion als Tonmeisterin.

Filmton Austria gratuliert herzlich zu diesem schönen Erfolg! 

FC Gloria Filmpreise 2020

Nora Czamler auf www.film-ton.at

Im Eingangsstatement der Pressemappe heißt es :

Wir haben darauf bestanden, die Viennale als Präsenzveranstaltung zu organisieren, da unser Festival vor allem eines für das Publikum und die Stadt ist. Ein Virus hat die Art und Weise umgekrempelt, wie wir miteinander umgehen und kommunizieren, insbesondere wie wir unsere Räume beleben und wie wir in diesen Räumen leben. Doch das Konzept der sozialen Distanz ist irreführend; zwar mag aus gesundheitlichen Gründen ein interpersonaler Abstand empfehlenswert sein, ganz sicher nicht aber eine Zunahme der Diskrepanzen in unserer Gemeinschaft. Also haben wir ein Protokoll entwickelt, das den Zugang zu den Vorführungen unter Einhaltung der Sicherheits-maßnahmen erlaubt, und wir haben uns auf das Wesentliche des Festivals konzentriert: die Filme. Auf dass es uns möglich sei, beisammen zu sein, das Erlebnis Kino miteinander zu teilen und den Filmen und ihren Autor*innen zu applau-dieren – auch wenn all dies diesmal ganz anders als sonst ablaufen mag. 

Diesem Wunsch können wir uns nur anschließen und hoffen, dass es für alle, Besucher und Filmemacher wie Veranstalterein spannendes, erfolgreiches und gesundes Filmfest werden wird.

Alle weiteren Infos entnehmen Sie bitte der Webseite der VIENNALE www.viennale.at.

„Wir gratulieren allen Preisträger/innen von Herzen und bedanken uns bei den internationalen Jurys der Diagonale. Die preisgekrönten Filme der Diagonale’20 illustrieren den Facettenreichtum, die inhaltliche wie formale Bandbreite sowie das Potenzial des österreichischen Films. Mit ihnen wächst die Vorfreude auf wieder gemeinsame Kino- und Festivalmomente in den nächsten Monaten. Gemeinsam mit den Unterstützer/innen und Preisstifter/innen der Diagonale hoffen wir auf diesem Weg ein Stück zur Sichtbarkeit und Anerkennung des österreichischen Films beitragen zu können!“ (Peter Schernhuber und Sebastian Höglinger, Festivalleitung)

Bestes Sounddesign Spielfilm:

Peter Kutin für The Trouble With Being Born

Regie: Sandra Wollner, Produktion: PANAMA Film, The Barricades (DE), ZDF – Das kleine Fernsehspiel (DE), Filmakademie Baden-Württemberg (DE)

€ 3.000 — gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden

The Trouble With Being Born © PANAMA Film

Begründung der Jury:
„The complexities of an android learning to be human are conveyed through Peter Kutin’s stunning, tactile, and sometimes disturbing ambient sound design creating an understanding of these confrontations on an almost subconscious level.“

Jury Spielfilm:
Ruth Beckermann (Filmemacherin, AT)
Greg de Cuir Jr. (Kurator, Autor, US/RS)
Inge de Leeuw (Programmerin International Film Festival Rotterdam, NL)

Bestes Sounddesign Dokumentarfilm:
Florian Kofler für Sicherheit123

Regie und Produktion: Florian Kofler, Julia Gutweniger

€ 3.000 — gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden

Sicherheit123 © Gutweniger/Kofler

Begründung der Jury:
„Wie klingt Prävention? Auf welcher Tonspur ist unterwegs, was man nicht sehen kann, weil der Notfall, den es zu vermeiden gilt, noch nicht eingetreten ist? Der Film schaut nüchtern und geduldig auf allerlei Arbeit am Schutz vor Lawinen. Den Sound, den er dafür braucht, borgt er sich einerseits bei den dräuend-sphärischen Klängen, die der lettische Künstler Edgars Rubenis aus seiner Gitarre rausholt. Die aber immer in einem Verhältnis steht zu dem geschickt komponierten Originalton – dem Rauschen der Berge, den Lüftungsgeräuschen der Rechner, dem Anzählen der Testläufe. So kann man das Modellhafte des Films hören.“

„What is the sound of prevention? Which audio track forebodes what cannot be seen because the emergency that needs to be prevented has not yet occurred? The film takes a sober and patient look at all kinds of protection work against avalanches. On the one hand, it borrows the sound it needs for this from the oppressively spherical music that Latvian performer Edgars Rubenis gets out of his guitar:  It is always in balance with skilfully composed original sound – the distant sounds of the mountains, the fan noises of computers, the countdowns to test runs. This is where you can hear the film’s model-like quality.“

Jury Dokumentarfilm:
Matthias Dell (Filmkritiker, DE),
Fabienne Moris (FIDMarseille Programme Coordinator, FIDLab Director, FR)
Serafin Spitzer (Kameramann, AT)

Ein Termin für eine Verlegung der Veranstaltung wurde bisher nicht ins Auge gefasst. Der Sommer ist ja üblicherweise eine drehintensive Phase und selbst aus heutiger Sicht (Juli 2020) lässt sich nicht sagen, ob größere Veranstaltungen im Herbst möglich sein werden. Dabei wäre das Programm der Veranstaltung mehr als vielversprechend gewesen.

Axel Traun, Originaltonmeister und stellvertretender Vorsitzender der Berufsvereinigung FILMTON AUSTRIA war als Eröffnungsredner vorgesehen und hätte durch den Nachmittag führen sollen.

Hier die weiteren Impulsvorträge, die wir hoffentlich zu einem späteren  Zeitpunkt nachholen können.

Tong Zhang, Originaltonmeister und Sounddesigner und Rudolf Pototschnig, Sounddesigner und Mischtonmeister (beide  Absolventen des Tonmeisterstudiums der mdw):

„FIRST STEPS“ – Wie geht es Einsteigern und jungen Filmschaffenden in Filmtonberufen?

Das Studium ist abgeschlossen, man selbst motiviert aber planlos. Große Freude und ebenso große Ängste, Der Weg ins Berufsleben ist steinig. Wie können Branche und Berufsvereinigungen die Jungen unterstützen?

Lenja Gathmann, Sounddesignerin und Mischtonmeisterin, Vorstandsmitglied der BV Filmton Austria

„IZOTOPE RX“ – Möglichkeiten, Risiken und Nebenwirkungen

Zwar gibt es am Markt weit mehr als nur Izotopes RX Bundle, doch kein Tool hat die digitale Tonbearbeitung in den letzten Jahren stärker revolutioniert, als dieses. Lenja Gathmann stellt es uns vor, beleuchtet einige seiner herausragenden Features und weist auch auf die unvermeidlichen Nebenwirkungen hin.

Philipp Mosser, Sounddesigner und Vorsitzender der BV Filmton Austria

„FILMTON AUSTRIA“
Eine Berufsvereinigung für ALLE Filmtonschaffenden

Seit 12.12.2019 bietet die Berufsvereinigung Filmton Austria endlich allen Filmtonschaffenden des Landes ein Zuhause. Ihr Vorsitzender stellt uns ihre Mission vor und stellt die Frage, welche Erwartungen die Berufsgruppen selbst an die neue Berufsvereinigung haben. Welche Impulse können / müssen wir in der Branche setzen, um dem Filmton bestmöglich zu dienen? Ein Brainstorming zu dem die gesamte Branche herzlich eingeladen ist.

Zum Filmpreis für Beste Tongestaltung nominiert waren außerdem

für „Nobadi“ (Regie: Karl Markovics) William Edouard Franck (OT),  Philipp Mosser, Reinhard Schweiger (SD) und Bernhard Maisch (MI)

für „Erde“ (Regie: Nikolaus Geyrhalter) Pavel Cuzuioc, Simon Graf, Lenka Mikulová, Hjalti Bager-Jonathansson, Nora Czamler, Andreas Hamza, Eva Hausberger (OT), Florian Kindlinger (SD) und Alexander Koller (MI)