Die Diagonale Preise für das beste Sound Design wurden 2013 auf Initiative des damaligen Verbandes der österreichischen Sound Designer*innen geschaffen. Die Preisgelder von je € 3.000,- werden dankenswerterweise von der VdFS – der Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden gestiftet und von den unabhängigen Diagonale Jurys vergeben.
Bestes Sounddesign Spielfilm:
Daniel Strube für
Licht, kein Licht
Regie: Matthias van Baaren, Produktion: MvB Filmproduktion

Begründung der Jury:
„Das Sounddesign erzeugt ein seltsam präzises System von wiederkehrenden Geräuschen, wie das Knirschen einer Kaffeemaschine oder der Sog des Inneren eines Autos. Durch mechanische klangliche Wiederholungen entsteht durch das Sounddesign ein ebenso vertrautes wie befremdliches Gefühl und schafft den Klangteppich für einen eindringlichen Film.“
Jury Spielfilm:
Ulrike Müller (Casting Director, DE)
Ivan Salatić (Regisseur & Drehbuchautor, ME)
Cyril Schäublin (Regisseur & Drehbuchautor, CH)

Bestes Sounddesign Dokumentarfilm:
Peter Kutin für
Mit Ästen bis zum Himmel
Regie: Katharina Copony, Produktion: KGP Filmproduktion

Begründung der Jury:
„Wir hören, wie unterschiedliche Echoräume im Treppenhaus eines Schulgebäudes entstehen. Wir begleiten ein Kind, das sich seine Umgebung durch Zungenschnalzen räumlich erschließt. Wir lernen, wie ein Fußball klingt. Wir werden sensibilisiert für den akustischen Raum, über den sich Menschen die Welt erschließen, die sich auf ihr Gehör verlassen müssen. Das Sounddesign in diesem Film hat eine besondere Aufgabe und ein spezifisches Gewicht: Keine interessanten Sounds aufsetzen, keine artifiziellen akustischen Räume bauen, sondern eine Materialität der Klangwelt herausarbeiten, die für die Protagonist:innen dieses Films existenziell ist.“
Jury Dokumentarfilm:
Susanna Guggenberger (Produzentin & Festivalleiterin, AT/CH)
Jan Künemund (Kulturjournalist & Kurator, DE)
Carmen Trocker (Regisseurin & Kuratorin, IT)
