Diagonale Preise 2026 vergeben

Am Montag, den 23. März 2026, wurden im Zuge der Diagonale-Awards im Grazer Annenhofkino erneut die Diagonale-Filmpreise ’26 durch eine internationale Jury verliehen. Filmton Austria, als Berufsvereinigung der Filmtonschaffenden, stiftete die beiden Preise „Bestes Sounddesign Dokumentarfilm“ und „Bestes Sounddesign Spielfilm“.

Wir gratulieren den diesjährigen Preisträger:innen herzlich: Peter Kutin für das beste Sound Design/Dokumentarfilm für „Mit Ästen bis zum Himmel“ (R: Katharina Copony) sowie Daniel Strube für das beste Sound Design/Spielfilm für „Licht, kein Licht“ (R: Matthias van Baaren) für ihre bemerkenswerte und vor allem hörenswerte Arbeit.

Die Diagonale Preise für das beste Sound Design wurden 2013 auf Initiative des damaligen Verbandes der österreichischen Sound Designer*innen geschaffen. Die Preisgelder von je € 3.000,- werden dankenswerterweise von der VdFS – der Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden gestiftet und von den unabhängigen Diagonale Jurys vergeben.

Bestes Sounddesign Spielfilm:

Daniel Strube für
Licht, kein Licht

Regie: Matthias van Baaren, Produktion: MvB Filmproduktion

Licht, kein Licht © MvB Filmproduktion/Johannes Hoss

Begründung der Jury:
„Das Sounddesign erzeugt ein seltsam präzises System von wiederkehrenden Geräuschen, wie das Knirschen einer Kaffeemaschine oder der Sog des Inneren eines Autos. Durch mechanische klangliche Wiederholungen entsteht durch das Sounddesign ein ebenso vertrautes wie befremdliches Gefühl und schafft den Klangteppich für einen eindringlichen Film.“

Jury Spielfilm:
Ulrike Müller (Casting Director, DE)
Ivan Salatić (Regisseur & Drehbuchautor, ME)
Cyril Schäublin (Regisseur & Drehbuchautor, CH)

Philipp Moser (Vorsitzender fta), Christine Ludwig (VdFS) und Daniel Strube © Harald Wawrzyniak/Diagonale

Bestes Sounddesign Dokumentarfilm:

Peter Kutin für
Mit Ästen bis zum Himmel

Regie: Katharina Copony, Produktion: KGP Filmproduktion

Mit Ästen bis zum Himmel © KGP Filmproduktion/Stefan Neuberger

Begründung der Jury:
„Wir hören, wie unterschiedliche Echoräume im Treppenhaus eines Schulgebäudes entstehen. Wir begleiten ein Kind, das sich seine Umgebung durch Zungenschnalzen räumlich erschließt. Wir lernen, wie ein Fußball klingt. Wir werden sensibilisiert für den akustischen Raum, über den sich Menschen die Welt erschließen, die sich auf ihr Gehör verlassen müssen. Das Sounddesign in diesem Film hat eine besondere Aufgabe und ein spezifisches Gewicht: Keine interessanten Sounds aufsetzen, keine artifiziellen akustischen Räume bauen, sondern eine Materialität der Klangwelt herausarbeiten, die für die Protagonist:innen dieses Films existenziell ist.“

Jury Dokumentarfilm:
Susanna Guggenberger (Produzentin & Festivalleiterin, AT/CH)
Jan Künemund (Kulturjournalist & Kurator, DE)
Carmen Trocker (Regisseurin & Kuratorin, IT)